Ein Herz für Kinder als Sponsor für unsere Schule

Am 1. Mai 2011 war es endlich soweit: Wir konnten mit dem Wiederaufbau der Schule von Mission of Hope in Grand Goave, Haiti beginnen.
Nach dem Erdbeben hatte sich ein Herz für Kinder bereitwillig als Sponsor für dieses Projekt angeboten. Nur durch diese finanzielle Unterstützung war es uns überhaupt möglich, die Schule wieder aufzubauen.
Die Planung für dieses Unternehmen hat weitaus länger gedauert, als zuerst angenommen. Gott war in all diesen Dingen aber so sehr dabei: Wir haben einen Architekten an Bord, der kostenlos seine Dienste anbot und uns bis heute mit Rat und Tat zur Seite steht. Ausserdem arbeiten wir mit einem Bauherrn der Spitzenklasse zusammen, der gleichzeitig so kostengünstig wie nur möglich Gerätschaften und Material bereitstellt. Dies ist gerade in Haiti gar nicht leicht!
Viele Menschen denken, dass der Wiederaufbau in einem Dritte-Welt-Land nicht viel kostet, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Das Haiti kaum eigene Resourcen hat, müssen alle benötigten Materialien importiert werden. Dies ist ein enormer Kostenaufwand. Das gleiche gilt für alle Gerätschaften, von der Schaufel über den Bagger bis hin zum LKW.

Doch endlich waren alle Planungen so weit, dass wir mit dem Bau beginnen konnten. Wir freuen uns schon heute darauf, das fertige Schulgebäude zu sehen!

Haiti braucht auch weiterhin Hilfe!

Am 31. Dezember geht es wieder mit einem Team nach Haiti, wo wir für ca. 1000 Menschen eine Neujahrparty auf die Beine stellen - Das wird eine ganz schöne Arbeit!
Ausserdem steht als wichtiges Projekt das Thema Wasser an, welches gerade jetzt noch wichtiger ist als je zuvor.
Nie gab es für die Menschen in Haiti sauberes Wasser zu trinken. Schon vor dem Erdbeben vom 12. Januar 2010 wurden Menschen krank oder starben von unreinem Wasser. Jetzt ist als weitere Katastrophe nach dem Erdbeben auch noch die Cholera ausgebrochen. Tausende von Menschen haben unter normalen Umständen keine Möglichkeit, sauberes Trinkwasser zu bekommen - Das ist die grösste Not und daran wollen wir arbeiten!

Wir sind in Kontakt mit einem Hersteller für Wasseranlagen getreten, die Trinkwasser einer einzigartigen Qualität herstellen. Dieses Wasser ist so rein und stabil, dass es zur Herstellung von Babynahrung verwandt werden kann, ausserdem werden die Rohre, durch die es transportiert wird, nicht angegriffen. Dieses Wasser ist absolut keimfrei, was bedeutet, dass man es in einer offenen Schale stehen lassen könnte und es selbst nach mehreren Tagen, Wochen und sogar Monaten absolut keimfrei bleibt.
Diese Wasseranlagen moechten wir so bald wie moeglich nach Haiti bringen, um den Menschen zu helfen.
Es wurden bereits viele andere Wasserfilteranlagen während dieses Jahres aufgebaut, doch ich selbst hatte von dem Wasser, welches mit Chlor gefiltert wurde, starke Kopfschmerzen bekommen, während alternative Filter einen komplett komischen Geschmack produzierten. Gerade deshalb freue ich mich besonders auf diese neuen Anlagen, die es endlich schaffen, alle im Wasser vorhandenen Keime und für Menschen giftige Belastungen komplett zu eliminieren, statt lediglich einzelne Arten von Keimen kurzzeitig abzutöten und einige der Giftstoffe durch Filtervorgänge im Wasser zu reduzieren (bisher verbleiben die also im Wasser).

Bitte wendet euch mit Fragen an mich, wir benötigen immer neue Teammitglieder, die uns nach Haiti begleiten!

Persönliche Veränderungen

Auch bei uns in der Gemeinde in Sturbridge wird es keineswegs langweilig. Unser Pastor ist nun nach Kansas City, MO gezogen und wir werden erst einmal als Team von Ältesten und uns als Personal die Gemeinde leiten. Das wird zusätzlich zu unseren Aktivitäten in Haiti noch eine weitere spannende und neue Situation sein. Aber wir gehen alle Dinge voller Eifer an und freuen uns auf das, was vor uns steht. Unser grosses Pfarrhaus, in dem auch ich wohne, ist nun ziemlich leer, wir sind nun nur noch zu zweit, da meine Schwester geheiratet hat und damit natürlich nicht länger ein Teil unserer Frauen-WG ist :-)
Aufgrund so vieler Anfragen sollte ich wohl mal anfangen, ein paar Bilder unseres zuhauses online zu stellen...


Es bleibt doch immer wieder spannend! Ich haette auch nie gedacht, dass ich irgendwann einmal auf der Titelseite einer Zeitschrift erscheinen würde...Dabei geht es nicht um mich, sondern einfach darum, wie gut Gott ist. Durch viele verschiedene Türen, die sich durch die Medien geöffnet haben, konnten wir vielen Menschen die Situation in Haiti während der letzten Monate etwas näher bringen. Ausserdem war es uns nur dadurch möglich, Gelder zu sammeln, die so dringend benötigt sind. Und es ist ausserdem erstaunlich zu sehen, wie viele von euch seit Januar bereits mit uns in Haiti vor Ort waren!
Danke für eure weitergehende Unterstützung!

Updates

Vielen Dank, dass ihr meine Seite besucht. Bitte schaut in der kommenden Woche noch einmal vorbei, dann werdet ihr die neuseten Updates von Haiti und meinem Leben hier lesen können!

Bitte lest auch meinen Lebensbericht ganz unten auf dieser Seite.

Vielen Dank
Maike

June 21, Sturbridge, MA – Nachdem bereits mehr als 5 Monate seit dem Erdbeben in Haiti vergangen sind, möchten wir dir für die anhaltende Unterstützung in unseren Bemühungen für Haiti danken. Die Herausforderungen, die dabei entstehen, einem Land bei seinem Wiederaufbau zu helfen sind unglaublich gross, doch keineswegs unüberwindbar. Es ist gut zu sehen, wie die Welt sich die Hände gereicht hat, um dieser Inselnation zu helfen, sich wieder zu erholen. Und wir sind stolz, dass wir mit deiner Hilfe und Partnerschaft bereits einen so grossen Unterschied in unserem verhältnismässig kleinen Einflussbereich machen konnten. Die Not wird auch weiterhin sehr gross sein, Gebete und Unterstützung sind daher immer noch gefragt. Hier sind die Neuigkeiten seit dem letzten Rundbrief:

Ein Kipplaster ist angekommen/eine Maschine zur Herstellung von Ziegelsteinen

Als Teil unserer Bemühungen, der örtlichen Bevölkerung von Haiti zu helfen, konnten wir einen Mack Truck für Mission of Hope anschaffen (sieh Bilder). Zudem haben wir die finanziellen Mittel für eine Maschine zur Herstellung von Ziegelsteinen bereitgestellt. Mit dieser neuen Ausstattung kann Mission of Hope ein Gewerbe eröffnen, welches von grossem Nutzen für die Region von Grand Goave sein wird. Der Laster kann zum Entfernen von Bauschutt und Geröll verwandt werden, ausserdem ermöglicht er die Transportation von neuem Baumaterial. Dadurch werden neue Arbeitsplätze für die Einwohner geschafft und die Mission spart Geld durch Eigenindustrie und Selbstständigkeit.

Übergangsweise Behausungen

Es hat sich kürzlich eine Partnerschaft zwischen Samaritan’s Purse (Welthilfeorganisation) und Mission of Hope entwickelt. Im Zuge dieser Zusammenkunft ist es Mission of Hope möglich, übergangsweise Behausungen zu transportieren, auf Familien zu verteilen und zusammenzubauen. Diese Strukturen bestehen aus Holz und Planen und sind für eine Übergangszeit von 1-3 Jahren gedacht. Es ist die nächste Phase von Zelten zur andauernden Behausung. Die Behausungen bieten Schutz vor Regen und den Hurrikanes, die zu dieser Jahreszeit in Haiti wüten. Bisher konnten bereits über 40 solcher Behausungen aufgestellt und verteilt werden. Das Ziel ist, ca. 8 Hütten pro Tag zu erstellen, 800-1200 insgesamt.

Andere Höhepunkte

Seit April konnte Maike Kraft als Teamleiter bereits zwei Teams nach Haiti leiten, um Mission of Hope unter die Arme zu greifen. Sie war die erste, die den Kipplaster in Aktion sah. Maike war vor Ort, als die Entscheidung mit den temporären Behausungen getroffen wurde und konnte die ersten Strukturen mit errichten und Familien besuchen, die die Behausungen erhalten sollten. Zusätzlich konnten die Teams Hilfsgüter in den sehr armen Regionen in den Bergen austeilen und einen Schiffscontainer voll an Kleidung, Planen, Zelten, Nahrungsmitteln und medizinischen Gütern organisieren.

Die Schlafquartiere von Mission of Hope für freiwillige Helfer und Missionare nehmen immer bessere Formen an, der Wiederaufbau läuft auch hier auf Hochtouren. Mittlerweile gibt es ein voll funktionstüchtiges Waschhaus und eine funktionierende Küche. Das Gasthaus nimmt bereits Formen an und auch die Gemeinschaftsbereiche befinden sich im Weiterbau.

Vielen Dank für dein Interesse in Haiti! Wir werden dir natürlich auch weiterhin von den nennenswerten Geschehnissen von Haiti berichten. Wenn du daran interessiert bist, uns als Teil eines Teams nach Haiti zu begleiten, melde dich bei uns. Auch nach der anfänglichen Phase des Wiederaufbaus werden wir weiterhin Teams in die Inselnation senden. Zögere nicht, uns nach weiteren Einzelheiten zu fragen.

Mit den besten Grüssen

Das Team von Sturbridge Worship Center

Maerz Update - Rundbrief

Ich weiss nicht, wie viele auf unserem Verteiler fuer die Haiti updates sind, daher hier die Highlights des letzten Rundbriefes, den ich abgeschickt habe:

Wasserversorgung

Wir sind mit Samaritan’s Purse und zwei weiteren Hilfsorganisationen in Verbindung getreten, Water Mission International und EMI, was ein grosser Segen ist. Durch diese Verbindung wurden Latrinen und Waschhäuser in die drei Lager eingebaut, die Mission of Hope beaufsichtigt.

In weiterer Zusammenarbeit mit Samaritan’s Purse wurde ein Wasserfiltersystem auf dem Grundstück errichtet, auf dem sich die Mission of Hope Schule und das Waisenhaus befinden. Unsere Teams haben eine Plattform gebaut, auf der eine riesige Wasserblase ruht, die ca. 10,000l Wasser hält. Zwei Wasserhähne wurden installiert, einer ausserhalb des Grundstücks, einer innerhalb, damit die Menschen im Lager und auch von der Stadt ihr Frischwasser von hier beziehen können. Es ist einfach toll, zu sehen, wie den ganzen Tag über Menschen kommen und frisches Wasser in hoher Qualität schöpfen!

Eine weitere Plattform für ein zweites Wasserfiltersystem wurde auf Icando gebaut – dem Gelände für das künftige Waisenhaus, welches sich auf einem Berg hinter dem jetzigen Gemeinde- und Schulgelände der Mission befindet. Dieses Wassersystem wird in Zukunft das Waisenhaus mit Wasser versorgen, doch bis dahin wird es die Frischwasserquelle für alle Menschen sei, die dort leben und momentan noch weite Wege bis an den Fuss des Berges zurücklegen müssen, um Frischwasser zu erhalten.

Bauprojekte

Eine temporäre Struktur aus Holz und qualitativ hochwertigen Planen wurde errichtet und dient nun als Zusammenkunft für die Schulklassen und die Gottesdienste.

Kay Mirliton ist das Grundstück am Strand, wo die Missionare in Zelten untergebracht sind. Die Mauer, die ursprünglich das Grundstück umgab und dann vom Erdbeben zerstört wurde, ist nun fast vollständig wieder aufgebaut worden. Zusätzlich wurden 4 Toiletten und 4 Duschen gebaut.

Verteilung von Hilfsgütern

Mehr als ein Dutzend an grossen Zelten wurden in St. Etienne verteilt und aufgebaut. Jedes dieser Zelte ist gross genug für 8-15 Personen und wird guten Schutz bieten, wenn die Regenzeit in Kürze startet.

Gestern wurden in Zusammenarbeit mit Samaritan’s Purse 900 Planen an die Menschen verteilt. Wir hoffen, bis Ende dieser Woche noch 1 000 weitere Planen austeilen zu können.

Mission of Hope arbeitet ausserdem mit dem Welthungerprogramm zusammen. Dadurch konnten wir seit dem Beben wöchentlich ca. 29 000 Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen. Letzten Montag erhielten wir erneut eine Lieferung mit 60 000 lbs. an Nahrungsmitteln, 12 000 lbs. Bohnen und 1 000 Gallonen Sojabohnenöl. Sämtliche Güter wurden bereits am Tag darauf, dem 09. März, verteilt.

Mit eurer Hilfe war es uns möglich, viele der oben genannten Projekte zu starten. Für unsere weitere Arbeit heissen wir euren weitergehende Unterstützung willkommen.

Möchtest du vor Ort helfen?

Jeder, der Fähigkeiten besitzt oder ganz einfach dazu bereit ist, praktisch zur Hand zu gehen, ist willkommen. Zusätzlich zu den benötigten Fähigkeiten in Haiti wird andauernd mechanische Hilfe benötigt, um die verschiedenen Fahrzeuge der Mission zu warten und aufrecht zu erhalten. Genauere Informationen zu den benötigten Fähigkeiten findest du in den Formularen, die sich als links auf der rechten Seite in dieser email befinden. Wenn du gern Teil eines Hilfsteams sein würdest, dann kannst du ebenfalls auf die nebenstehenden links gehen. Aufgrund der Sprachvorraussetzungen für einen Aufenthalt in Haiti sind alle Formulare auf Englisch.